LFB Sachsen präsentiert Wahlprüfsteine

Pressemitteilung des LFB Sachsen e.V. vom 08.04.2019:

Vor der anstehenden Landtagswahl in Sachsen hat der Landesverband der Freien Berufe (LFB) seine Wahlprüfsteine in Dresden vorgestellt. Hans-Joachim Kraatz, Präsident des LFB Sachsen, betonte in seiner Einführung, dass die Freien Berufe in Sachsen rund 10 % des BiP erwirtschaften und ca. 120 Tsd. Beschäftigte haben. Sie seien damit ein großer Wirtschaftsfaktor im Mittelstand, den es zu erhalten gelte. Anwälte, Architekten, Ärzte, Apotheker, Steuerberater oder Ingenieure bilden aus seiner Sicht ein Bindeglied zwischen Bürger und Staat. Sie sichern die Qualität und fühlten sich dem Gemeinwohl verpflichtet. Für ihn sei besonders wichtig, dass sich die zukünftige Landesregierung und das Parlament zu den Freien Berufen und dem beispielhaften Kammersystem bekenne. Zugleich wünschte er sich mehr Einfluss der Parlamentarier in der EU, um qualitätssenkende Maßnahmen zu verhindern. Dazu gehöre auch der Bürokratieabbau.

Das Thema Bürokratieabbau ist auch ein Dauerthema bei den sächsischen Ärzten und Zahnärzten. Rund 700 Vorschriften müssten sie bei einer rechtskonformen Arbeitsweise berücksichtigen. Hier machten der Präsident der Landeszahnärztekammer, Dr. Thomas Breyer, sowie der Präsident der Landesärztekammer, Erik Bodendieck, sehr deutlich, dass sie wirksame Maßnahmen seitens der Politik erwarten, um den Ärzten und Zahnärzten mehr Zeit für Patienten zu verschaffen. Sie fordern auch bessere Strukturen für die anstehende Digitalisierung, denn es könne nicht sein, dass Politiker auf der einen Seite den Ärztemangel beklagen und auf der anderen Seite die Digitalisierung verschlafen, wodurch entlastende digitale Anwendungen nicht eingesetzt werden könnten.

Auch Franz-Josef Schillo, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer, verwies auf Defizite in der Digitalisierung, die dazu führten, dass Anwälte große Datenmengen wie Prozessakten in ländlichen Regionen nicht abrufen könnten. Er kritisierte auch den ausufernden Datenschutz, wodurch jetzt Mandanten zustimmen müssten, dass dessen Anwälte ihre Daten speichern dürften. Deutschland neige hier zu einer Überregulation. Den Aufwand dafür zahlten dann die Kammermitglieder. Und der EU-Ansatz: mehr Markt, mehr Wettbewerb = billiger und besser sei falsch, so Schillo. Als Beispiel nannte er die Gebührenordnungen. Diese dienen gerade dem Schutz von Klienten und sicherten die Qualität.

Befragt nach den Wünschen an eine zukünftige Landesregierung stand Stabilität einer Koalition, Handlungsfähigkeit sowie agieren im Sinne der Bürger an den ersten Stellen.

Präsident der RAK Sachsen im Amt bestätigt

Dr. Detlef Haselbach wird der RAK Sachsen für die nächsten zwei Jahre erneut vorstehen

(Dresden/04.04.2019) Der Vorstand der RAK Sachsen wählte am 3. April 2019 Rechtsanwalt Dr. Detlef Haselbach aus Dresden erneut zum Präsidenten. Er hat das Amt bereits seit April 2015 inne und wird die Kammer für die nächsten zwei Jahre weiter  führen.

Erstmals fand die Wahl zum Kammervorstand auf elektronischen Weg statt. In der Zeit vom 11. Februar bis 3. März 2019 konnten die sächsischen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ihre Stimme per Internet abgeben. Turnusgemäß standen 12 Vorstandsmandate zur Wahl, für welche sich 14 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bewarben.

Die ordentliche Kammerversammlung fand am 25. März 2019 in Dresden statt. In seinem Jahresbericht berichtete der Kammerpräsident über die Aktivitäten der RAK Sachsen im vergangenen Jahr und gab einen Überblick zu laufenden Projekten und anstehenden Themen, wie die Reform des anwaltlichen Gesellschaftsrechts und die Beteiligung der RAK Sachsen am Projekt „Demokratieerziehung an sächsischen Schulen“. Weiter ergingen Beschlüsse zum Haushalt und Kammerbeitrag der RAK Sachsen.

In seinem Jahresbericht verwies der Präsident ebenfalls auf die Mitgliederentwicklung. Zum 31. Dezember 2018 hatte die Rechtsanwaltskammer Sachsen 4.673 Mitglieder (Rechtsanwältinnen (1.607) und Rechtsanwälte (2.832), 182 Syndikusrechtsanwälte (davon 149, die bereits als Rechtsanwalt zugelassen sind), 40 Rechtsanwaltsgesellschaften mbH und 12 ausländische Rechtsanwälte. Die Mitgliederzahl ging damit um 0,4% im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Anzahl der Fachanwälte an der Gesamtzahl der in Sachsen zugelassenen Rechtsanwälte liegt bei 34 % (2017: 33,3 %).

Neben dem Präsidenten wählte der Vorstand auch das weitere Präsidium. Dessen Mitglieder sind für die nächsten zwei Jahre: Rechtsanwältin Sabine Fuhrmann (Leipzig), Rechtsanwalt Markus M. Merbecks (Chemnitz), Rechtsanwalt Dr. Stephan Cramer (Dresden), Rechtsanwältin Uta Modschiedler Dresden) und Rechtsanwalt Franz-Josef Schillo (Dresden).

zur Person:

Rechtsanwalt Dr. Detlef Haselbach aus Dresden

geboren 1954 in Bielefeld, verheiratet

Studium in Kiel und Bielefeld

1980 Promotion an der Universität Bielefeld

Richter am LG Hamburg 1981 – 1986

seit 1986 Rechtsanwalt und Eintritt in die Sozietät Heimann Hallermann

Vorstandsmitglied der RAK Sachsen seit 2001, 2009 – 2015 Vizepräsident, seit 2015 Präsident

RAK Sachsen im Präsidium des Landesverbandes der Freien Berufe vertreten

Pressemitteilung des LfB Sachsen e.V.: Dresden, 20.11.2018: Auf der heutigen Mitgliederversammlung wurde Hans-Joachim Kraatz erneut zum Präsidenten des LFB Sachsen gewählt. Er wird die kommenden vier Jahre den Landesverband vertreten.

Hans-Joachim Kraatz ist seit 17 Jahren Präsident des LFB Sachsen und seit 1999 Vizepräsident des Steuerberaterverbandes Sachsen e. V.

Als Vizepräsidenten des LFB Sachsen wurden gewählt:

Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer

Dr. med. Thomas Breyer, Vizepräsident der Landeszahnärztekammer Sachsen

Franz Joseph Schillo, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer Sachsen

Markus Wiesehütter, Vizepräsident des Steuerberaterverbandes Sachsen e.V.

Zu den weiteren Mitgliedern des neu gewählten Vorstandes gehören:

RA Birger Clausen, Präsident des Anwaltsverbandes Sachsen e.V.

Alf Furkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen

Torsten Rudolf, Verband beratender Ingenieure Sachsen

Hintergrund LFB Sachsen: Der Landesverband der Freien Berufe Sachsen e.V. wurde 1990 gegründet und vertritt derzeit 20 Verbände und Körperschaften einzelner Freier Berufe in Sachsen, denen insgesamt über 46.000 Freiberufler angehören. Der LFB Sachsen ist Mitglied im Bundesverband der Freien Berufe (BFB).