Fachanwaltschaft

1. Aktuelles

Neuer Fachanwalt für Sportrecht
Aufruf zur Bewerbung für den zu bildenden Fachanwaltsausschuss

Nach dem Beschluss der 7. Sitzung der 6. Satzungsversammlung vom 26.11.2018 wird zukünftig der Fachanwalt für Sportrecht den bestehenden Kanon der 23 Fachanwaltschaften ergänzen. Nach der Genehmigung des Beschlusses durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz tritt die Änderung der Fachanwaltsordnung am 01.07.2019 in Kraft.

Der neue § 5 Abs. 1 lit. x) FAO wird wie folgt lauten:

Sportrecht: 80 Fälle, davon mindestens 20 rechtsförmliche Verfahren (Sportverbandsgerichts-verfahren, sonstige Gerichtsverfahren, außergerichtliche Rechtsbehelfsverfahren, Schlichtungs- oder Schiedsverfahren). Die Fälle müssen sich auf mindestens drei verschiedene Bereiche des § 14q Nr. 1, 3 bis 11 beziehen, dabei auf jeden dieser drei Bereiche mindestens fünf Fälle.

Die nachzuweisenden besonderen Kenntnisse werden sein:

  • 14q Nachzuweisende besondere Kenntnisse im Sportrecht

Für das Fachgebiet Sportrecht sind besondere Kenntnisse nachzuweisen in den Bereichen

  1. selbstgesetztes Recht der Sportverbände im Rahmen der Verbandsautonomie und deren Organisationsstrukturen, insbesondere Satzungen und Statuten nationaler und inter-nationaler Sportorganisationen,
  2. nationale und internationale Sportverbands- und -schiedsgerichtsbarkeit,
  3. sportrechtliche Bezüge des Ordnungswidrigkeiten- und Strafrechts, Strafprozessrecht sowie zwischenstaatliches und Völkerrecht,
  4. Schutz vor Sportmanipulationen, insbesondere durch sog. Doping, sportrechtliche Bezüge des Arzneimittelrechts,
  5. Vereinsrecht und Grundzüge des Gesellschaftsrechts,
  6. sportrechtliche Bezüge des Medienrechts, insbesondere der Fernseh-, Internet- und Hörfunkrechte,
  7. Recht des geistigen Eigentums, insbesondere Persönlichkeitsrecht sowie Urheber- und Markenrecht,
  8. Recht des Sponsorings, Recht der staatlichen Sportförderung und Subventionsrecht, Sportwettrecht,
  9. sportrechtliche Bezüge des nationalen und internationalen Haftungsrechts,
  10. Grundzüge des Gemeinnützigkeits- und Spendenrechts,
  11. Sportvertragsrecht, sportrechtliche Bezüge des Dienst- und Arbeitsvertragsrechts.

Sollten Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im Fachanwaltsausschuss haben, schwerpunktmäßig in dem Fachgebiet tätig sein und selbst alsbald die Verleihung der Fachanwaltsbezeichnung anstreben, bitten wir um Übersendung Ihrer Bewerbung per Post oder E-Mail bis zum 31.07.2019 an die Geschäftsstelle der RAK Sachsen (info@rak-sachsen.de).

Ihre Bewerbung sollte Angaben zu Ihrem beruflichen Werdegang und Ihren fachlichen Kompetenzen im Sportrecht enthalten. Zudem sollten Sie mitteilen, in welchem Zeitraum Sie den Erwerb der Fachanwaltsbezeichnung anstreben.

Wir freuen uns auf Ihr möglichst zahlreiches Interesse!

Für Rückfragen steht Ihnen in der Geschäftsstelle Frau Ass. jur. Jana Dielefeld (Tel.: 0351/3185921) zur Verfügung.

Nachweis der Fortbildungspflicht gem. § 15 FAO für 2019

Fachanwälte sind gemäß § 15 FAO verpflichtet, ihre Fortbildungspflicht über 15 Zeitstunden pro Kalenderjahr nachzuweisen. Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen, die Nachweise für das Jahr 2019 bis spätestens zum 31.12.2019 – gern auch schon vorzeitig – an die Geschäftsstelle der RAK Sachsen elektronisch, per E-Mail an fachanwaelte@rak-sachsen.de oder in Kopie auf dem Postweg zu übersenden. Bitte senden Sie keine Originale. Die einmalige Übersendung der Nachweise genügt. Bitte sehen Sie daher von Vorab-Sendungen per Fax oder anderweitigen Mehrfachsendungen ab.

Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass die Fachanwaltsbezeichnung widerrufen werden kann, wenn die vorgeschriebene Fortbildung unterbleibt.

Wir bitten um Verständnis, dass eine Bestätigung über die vollständige oder teilweise Erfüllung der kalenderjährlichen Fortbildung von Seiten der Rechtsanwaltskammer Sachsen nicht erfolgt. Sollten die eingereichten Fortbildungsnachweise nicht den Anforderungen der Fachanwaltsordnung genügen, setzen wir uns selbstverständlich mit Ihnen in Verbindung.

Wir weisen darauf hin, dass gemäß der Neuregelung des § 15 Abs. 1 S. 3 FAO bei dozierender Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen die Vorbereitungszeit nunmehr in angemessenem Umfang zu berücksichtigen ist. Daher wird ab dem 01.01.2018 zusätzlich zur Nettovortragszeit die Vorbereitungszeit im gleichen Umfang wie die Nettovortragszeit als Fortbildung anerkannt. Bei einem wiederholten Vortrag im gleichen oder einem späteren Jahr können jeweils bis zu 2 Stunden Vorbereitungszeit erneut anerkannt werden.

Bitte beachten Sie zur Anerkennung von Fortbildungen gemäß § 15 FAO auch unsere Leitlinien. 

2. Hinweise zur Antragstellung

Fachanwaltsbezeichnungen können auf mittlerweile 23 Rechtsgebieten erworben werden.

Die Voraussetzungen und das Verfahren zur Verleihung der Fachanwaltsbezeichnungen regelt die Fachanwaltsordnung (FAO). Die aktuelle Fassung der FAO (Stand 01.03.2016) finden Sie hier. Ältere Fassungen der Fachanwaltsordnung sind auf der Homepage der Bundesrechtsanwaltskammer eingestellt.

Die Rechtsanwaltskammer Sachsen bittet alle Antragsteller das einheitliche Antragsformular zu verwenden. Bitte beachten Sie auch die Hinweise der einzelnen Fachanwaltsausschüsse zur Antragstellung.

Das Antragsformular und die Hinweise der Fachanwaltsausschüsse zur Antragstellung können Sie hier abrufen.

Bitte beachten Sie, dass entgegen ggf. noch abweichender Angaben in den Hinweisblättern, mit in Kraft treten der neuen Gebührenordnung der Rechtsanwaltskammer Sachsen die Antragsgebühr 385,00 € beträgt.

Hinweise zum Nachweis gerichts- oder rechtsförmlicher Verfahren

Die Fachanwaltsordnung stellt in einigen Fachanwaltsbereichen (Arbeitsrecht, Medizinrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Informationstechnologierecht und Agrarrecht) für den Nachweis der besonderen praktischen Erfahrungen gemäß § 5 FAO auf gerichts- oder rechtsförmliche Verfahren ab.

Rechtsförmliche Verfahren sind Rechtsangelegenheiten, für die bestimmte gesetzlich festgelegte Verfahrens- oder Formvorschriften existieren. Erbscheinsanträge sind rechtsförmliche Verfahren i.S. d. § 5 S. 1 lit. m) FAO(Berliner Empfehlungen 2009, Nr. 13).

3. Der (sichere) Weg zur Fachanwaltschaft

Viele Kammermitglieder stehen vor der Entscheidung, einen Antrag auf Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung zu stellen oder den Grundstein für den späteren Erwerb zu legen. Es sollen deshalb hier die Rechtsgrundlagen und die Voraussetzungen für die Erlangung einer Fachanwaltsbezeichnung beleuchtet und einige Tipps für den „sicheren Weg“ zur Fachanwaltschaft gegeben werden.

Der hinterlegte Artikel wurde konzipiert von Frau Rechtsanwältin Dr. Susanne Offermann-Burckart, Hauptgeschäftsführerin der RAK Düsseldorf, die uns freundlicherweise gestattet hat, ihren hervorragenden Aufsatz aus dem Rundschreiben der RAK Düsseldorf auch für unsere sächsischen Kolleginnen und Kollegen zu veröffentlichen. Bitte beachten Sie, dass sich der Artikel nicht auf die aktuelle Fassung der FAO bezieht. So kann z.B. ein Rechtsanwalt nunmehr drei anstatt zwei Fachanwaltsbezeichnungen führen. Die wesentlichen Hinweise haben jedoch nach wie vor Gültigkeit.

Für eventuelle Rückfragen steht Ihnen in der Geschäftsstelle Frau Chlubek unter der Telefonnummer 0351-3185921 zur Verfügung.

4. Die Fortbildungspflicht nach der Fachanwaltsordnung

Nach § 15 FAO n.F. muss jeder, der eine Fachanwaltsbezeichnung führt kalenderjährlich auf diesem Gebiet wissenschaftlich publizieren oder an fachspezifischen der Aus- und Fortbildung dienenden Veranstaltungen hörend oder dozierend teilnehmen. Die hörende Teilnahme setzt eine anwaltsorientierte oder interdisziplinäre Veranstaltung voraus (§ 15 Abs. 1 FAO). Bei Fortbildungsveranstaltungen, die nicht in Präsenzform durchgeführt werden, müssen die Möglichkeiten der Interaktion des Referenten mit den Teilnehmern sowie der Teilnehmer untereinander während der Dauer der Fortbildungsveranstaltung sichergestellt sein und der Nachweis der durchgängigen Teilnahme erbracht werden (15 Abs. 2 FAO). Bis zu fünf Stunden können im Wege des Selbststudiums absolviert werden, sofern eine Lernerfolgskontrolle erfolgt.

Die Gesamtdauer der Fortbildung darf je Fachgebiet 15 Zeitstunden nicht unterschreiten.

Bezüglich der zu leistenden jährlichenFortbildung und der Anerkennung angebotener Seminare gibt es leider immer wieder Unklarheiten und Unstimmigkeiten. Die folgenden Leitlinien sollen eine unkomplizierte Handhabung des § 15 FAO und eine Vereinfachung der Einschätzung der Anerkennungsfähigkeit von Fortbildungsmaßnahmen jedweder Form ermöglichen.

Leitlinien zur Fortbildungspflicht gemäß § 15 FAO

Fortbildungsnachweise reichen Sie bitte möglichst unterjährig nach Erhalt der Teilnahmebescheinigung, spätestens aber bis zum 31.12. eines Kalenderjahres elektronisch (fachanwaelte@rak-sachsen.de), per Telefax (0351/3360899) oder in Kopie (keine Originale) auf dem Postweg in der Geschäftsstelle der Rechtsanwaltskammer Sachsen, Glacisstraße 6, 01099 Dresden ein. Wir bitten Sie von einer vorab Sendung per Telefax oder Email abzusehen.

Eine Bestätigung über die vollständige oder teilweise Erfüllung der kalenderjährlichen Fortbildung erfolgt von Seiten der Rechtsanwaltskammer Sachsen nicht. Sollten die eingereichten Fortbildungsnachweise nicht den Anforderungen der Fachanwaltsordnung genügen, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung.

5. Fachanwaltsausschüsse

Die wesentliche Arbeit im Verfahren zur Verleihung der Fachanwaltsbezeichnungen leisten außerhalb des Vorstands 25 Fachanwaltsausschüsse, in denen sich insgesamt 97 Kolleginnen und Kollegen ehrenamtlich engagieren.

Alle Fachanwaltsausschüsse auf einen Blick

Sollten Sie sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit in den Fachanwaltsausschüssen interessieren, schwerpunktmäßig in dem Fachgebiet tätig sein und bereits die entsprechende Fachanwaltsbezeichnung führen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Diese würden wir im Falle einer Neu- oder Wiederbestellung berücksichtigen.

Ihre Bewerbung sollte Angaben zu Ihrem beruflichen Werdegang und Ihren fachlichen Kompetenzen in dem jeweiligen Rechtsgebiet enthalten. Sie können diese per Post oder E-Mail an die Geschäftsstelle der Rechtsanwaltskammer Sachsen senden.