Anwaltliche Beratungsstelle in Leipzig eröffnet

Justizminister Sebastian Gemkow und der Präsident der Rechtsanwaltskammer Sachsen Dr. Detlef Haselbach haben heute in Leipzig eine neue anwaltliche Beratungsstelle eröffnet.

Seit Juni 2009 beraten sächsische Rechtsanwälte im Rahmen eines Projekts des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und der Rechtsanwaltskammer Sachsen einkommensschwache Bürger in anwaltlichen Beratungsstellen. Die Beratungsmöglichkeit vor Ort vereinfacht den Zugang zu einem Rechtsanwalt im Rahmen der gesetzlichen Beratungshilfe und ist grundsätzlich kostenfrei.

Justizminister Sebastian Gemkow: „Seit vielen Jahren gibt es anwaltliche Beratungsstellen in ganz Sachsen. Ich freue mich aber besonders, dass jetzt kostenlose Rechtsberatung auch in Leipzig angeboten wird. Die Räumlichkeiten im Amtsgericht sind dafür hervorragend geeignet, weil das Gericht zentral gelegen und gut erreichbar ist.”

Präsident der Rechtsanwaltskammer Sachsen Dr. Detlef Haselbach: „Die anwaltlichen Beratungsstellen ermöglichen Rechtssuchenden, schnell und unkompliziert einen ersten Rat von einem Anwalt zu bekommen. Dieser kann helfen, die weiteren rechtlichen Schritte abschätzen zu können.“

Die Beratungsstelle ist im Amtsgericht Leipzig, Bernhard-Göring-Str. 64 in 04275 Leipzig, Raum 063 eingerichtet. Sie wird künftig immer dienstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Die erste Beratungsstelle wurde am 2. Juni 2009 in Löbau eröffnet. Mittlerweile gibt es insgesamt 14 anwaltliche Beratungsstellen in verschiedenen sächsischen Regionen. Jährlich haben durchschnittlich 1500 Bürger in den sächsischen Beratungsstellen Rechtsrat vom Anwalt gesucht und erhalten. Dabei kann rund die Hälfte der Fälle direkt vor Ort abschließend geklärt werden. Die meisten Anfragen betrafen das Sozialrecht, auch familien- und arbeitsrechtliche Probleme waren häufig Gegenstand der Beratungsgespräche.

Weitere Informationen zu den anwaltlichen Beratungsstellen sind online abrufbar unter:
https://www.rak-sachsen.de/fuer-buerger/anwaltliche-beratungsstellen/

LFB Sachsen präsentiert Wahlprüfsteine

Pressemitteilung des LFB Sachsen e.V. vom 08.04.2019:

Vor der anstehenden Landtagswahl in Sachsen hat der Landesverband der Freien Berufe (LFB) seine Wahlprüfsteine in Dresden vorgestellt. Hans-Joachim Kraatz, Präsident des LFB Sachsen, betonte in seiner Einführung, dass die Freien Berufe in Sachsen rund 10 % des BiP erwirtschaften und ca. 120 Tsd. Beschäftigte haben. Sie seien damit ein großer Wirtschaftsfaktor im Mittelstand, den es zu erhalten gelte. Anwälte, Architekten, Ärzte, Apotheker, Steuerberater oder Ingenieure bilden aus seiner Sicht ein Bindeglied zwischen Bürger und Staat. Sie sichern die Qualität und fühlten sich dem Gemeinwohl verpflichtet. Für ihn sei besonders wichtig, dass sich die zukünftige Landesregierung und das Parlament zu den Freien Berufen und dem beispielhaften Kammersystem bekenne. Zugleich wünschte er sich mehr Einfluss der Parlamentarier in der EU, um qualitätssenkende Maßnahmen zu verhindern. Dazu gehöre auch der Bürokratieabbau.

Das Thema Bürokratieabbau ist auch ein Dauerthema bei den sächsischen Ärzten und Zahnärzten. Rund 700 Vorschriften müssten sie bei einer rechtskonformen Arbeitsweise berücksichtigen. Hier machten der Präsident der Landeszahnärztekammer, Dr. Thomas Breyer, sowie der Präsident der Landesärztekammer, Erik Bodendieck, sehr deutlich, dass sie wirksame Maßnahmen seitens der Politik erwarten, um den Ärzten und Zahnärzten mehr Zeit für Patienten zu verschaffen. Sie fordern auch bessere Strukturen für die anstehende Digitalisierung, denn es könne nicht sein, dass Politiker auf der einen Seite den Ärztemangel beklagen und auf der anderen Seite die Digitalisierung verschlafen, wodurch entlastende digitale Anwendungen nicht eingesetzt werden könnten.

Auch Franz-Josef Schillo, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer, verwies auf Defizite in der Digitalisierung, die dazu führten, dass Anwälte große Datenmengen wie Prozessakten in ländlichen Regionen nicht abrufen könnten. Er kritisierte auch den ausufernden Datenschutz, wodurch jetzt Mandanten zustimmen müssten, dass dessen Anwälte ihre Daten speichern dürften. Deutschland neige hier zu einer Überregulation. Den Aufwand dafür zahlten dann die Kammermitglieder. Und der EU-Ansatz: mehr Markt, mehr Wettbewerb = billiger und besser sei falsch, so Schillo. Als Beispiel nannte er die Gebührenordnungen. Diese dienen gerade dem Schutz von Klienten und sicherten die Qualität.

Befragt nach den Wünschen an eine zukünftige Landesregierung stand Stabilität einer Koalition, Handlungsfähigkeit sowie agieren im Sinne der Bürger an den ersten Stellen.

Präsident der RAK Sachsen im Amt bestätigt

Dr. Detlef Haselbach wird der RAK Sachsen für die nächsten zwei Jahre erneut vorstehen

(Dresden/04.04.2019) Der Vorstand der RAK Sachsen wählte am 3. April 2019 Rechtsanwalt Dr. Detlef Haselbach aus Dresden erneut zum Präsidenten. Er hat das Amt bereits seit April 2015 inne und wird die Kammer für die nächsten zwei Jahre weiter  führen.

Erstmals fand die Wahl zum Kammervorstand auf elektronischen Weg statt. In der Zeit vom 11. Februar bis 3. März 2019 konnten die sächsischen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ihre Stimme per Internet abgeben. Turnusgemäß standen 12 Vorstandsmandate zur Wahl, für welche sich 14 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bewarben.

Die ordentliche Kammerversammlung fand am 25. März 2019 in Dresden statt. In seinem Jahresbericht berichtete der Kammerpräsident über die Aktivitäten der RAK Sachsen im vergangenen Jahr und gab einen Überblick zu laufenden Projekten und anstehenden Themen, wie die Reform des anwaltlichen Gesellschaftsrechts und die Beteiligung der RAK Sachsen am Projekt „Demokratieerziehung an sächsischen Schulen“. Weiter ergingen Beschlüsse zum Haushalt und Kammerbeitrag der RAK Sachsen.

In seinem Jahresbericht verwies der Präsident ebenfalls auf die Mitgliederentwicklung. Zum 31. Dezember 2018 hatte die Rechtsanwaltskammer Sachsen 4.673 Mitglieder (Rechtsanwältinnen (1.607) und Rechtsanwälte (2.832), 182 Syndikusrechtsanwälte (davon 149, die bereits als Rechtsanwalt zugelassen sind), 40 Rechtsanwaltsgesellschaften mbH und 12 ausländische Rechtsanwälte. Die Mitgliederzahl ging damit um 0,4% im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Anzahl der Fachanwälte an der Gesamtzahl der in Sachsen zugelassenen Rechtsanwälte liegt bei 34 % (2017: 33,3 %).

Neben dem Präsidenten wählte der Vorstand auch das weitere Präsidium. Dessen Mitglieder sind für die nächsten zwei Jahre: Rechtsanwältin Sabine Fuhrmann (Leipzig), Rechtsanwalt Markus M. Merbecks (Chemnitz), Rechtsanwalt Dr. Stephan Cramer (Dresden), Rechtsanwältin Uta Modschiedler Dresden) und Rechtsanwalt Franz-Josef Schillo (Dresden).

zur Person:

Rechtsanwalt Dr. Detlef Haselbach aus Dresden

geboren 1954 in Bielefeld, verheiratet

Studium in Kiel und Bielefeld

1980 Promotion an der Universität Bielefeld

Richter am LG Hamburg 1981 – 1986

seit 1986 Rechtsanwalt und Eintritt in die Sozietät Heimann Hallermann

Vorstandsmitglied der RAK Sachsen seit 2001, 2009 – 2015 Vizepräsident, seit 2015 Präsident

RAK Sachsen im Präsidium des Landesverbandes der Freien Berufe vertreten

Pressemitteilung des LfB Sachsen e.V.: Dresden, 20.11.2018: Auf der heutigen Mitgliederversammlung wurde Hans-Joachim Kraatz erneut zum Präsidenten des LFB Sachsen gewählt. Er wird die kommenden vier Jahre den Landesverband vertreten.

Hans-Joachim Kraatz ist seit 17 Jahren Präsident des LFB Sachsen und seit 1999 Vizepräsident des Steuerberaterverbandes Sachsen e. V.

Als Vizepräsidenten des LFB Sachsen wurden gewählt:

Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer

Dr. med. Thomas Breyer, Vizepräsident der Landeszahnärztekammer Sachsen

Franz Joseph Schillo, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer Sachsen

Markus Wiesehütter, Vizepräsident des Steuerberaterverbandes Sachsen e.V.

Zu den weiteren Mitgliedern des neu gewählten Vorstandes gehören:

RA Birger Clausen, Präsident des Anwaltsverbandes Sachsen e.V.

Alf Furkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen

Torsten Rudolf, Verband beratender Ingenieure Sachsen

Hintergrund LFB Sachsen: Der Landesverband der Freien Berufe Sachsen e.V. wurde 1990 gegründet und vertritt derzeit 20 Verbände und Körperschaften einzelner Freier Berufe in Sachsen, denen insgesamt über 46.000 Freiberufler angehören. Der LFB Sachsen ist Mitglied im Bundesverband der Freien Berufe (BFB).

RAK Sachsen im Präsidium des Landesverbandes der Freien Berufe vertreten

Pressemitteilung des LfB Sachsen e.V.: Dresden, 20.11.2018: Auf der heutigen Mitgliederversammlung wurde Hans-Joachim Kraatz erneut zum Präsidenten des LFB Sachsen gewählt. Er wird die kommenden vier Jahre den Landesverband vertreten.

Hans-Joachim Kraatz ist seit 17 Jahren Präsident des LFB Sachsen und seit 1999 Vizepräsident des Steuerberaterverbandes Sachsen e. V.

Als Vizepräsidenten des LFB Sachsen wurden gewählt:

Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer

Dr. med. Thomas Breyer, Vizepräsident der Landeszahnärztekammer Sachsen

Franz Joseph Schillo, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer Sachsen

Markus Wiesehütter, Vizepräsident des Steuerberaterverbandes Sachsen e.V.

Zu den weiteren Mitgliedern des neu gewählten Vorstandes gehören:

RA Birger Clausen, Präsident des Anwaltsverbandes Sachsen e.V.

Alf Furkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen

Torsten Rudolf, Verband beratender Ingenieure Sachsen

Hintergrund LFB Sachsen: Der Landesverband der Freien Berufe Sachsen e.V. wurde 1990 gegründet und vertritt derzeit 20 Verbände und Körperschaften einzelner Freier Berufe in Sachsen, denen insgesamt über 46.000 Freiberufler angehören. Der LFB Sachsen ist Mitglied im Bundesverband der Freien Berufe (BFB).

 

Zahl der sächsischen Anwälte erneut gesunken

Kammerversammlung am 21. März in Bautzen

(Bautzen/21.03.2016) Die jährliche Kammerversammlung der RAK Sachsen fand heute im Sorbischen Museum in Bautzen statt. In seinem Jahresbericht informierte der Kammerpräsident Dr. Detlef Haselbach u.a. über die Statistik der sächsischen Anwaltschaft. So hatte die RAK Sachsen zum 31. Dezember 2015 4.759 Mitglieder. Das sind 20 (0,4 %) weniger als zum Ende 2014. Der Anteil der Rechtsanwältinnen beträgt 36,8 %.

„Nach den letzten positiven Wachstumsraten in den Jahren 2012 von 0,5 % und 2013 von 0,3% scheint nunmehr der Zenit der Mitgliederzahl erreicht zu sein.“, berichtete Dr. Detlef Haselbach. Entgegen der Altersstruktur in der Justiz und Verwaltung weist die sächsische Anwaltschaft eine günstigere Alterspyramide auf: 38,8 % der Mitglieder entstammen den Geburtsjahrgängen 1971 – 1980. Den Jahrgängen 1951 – 1960 gehören 16 % der Mitglieder an. Der Anteil der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die über einen oder mehrere Fachanwaltsbezeichnungen verfügen, stieg auf 31,8 % (2014: 29,5 %). „Diese Zahlen zeigen deutlich, welche Bedeutung die sächsischen Anwälte der Fortbildung und Qualifizierung beimessen.“, so Haselbach weiter. Seit dem 1. März 2016 erweitert der Fachanwalt für Migrationsrecht den Kanon der bestehenden Fachanwaltsbezeichnungen.

Weiter beschloss die Kammerversammlung über den Haushalt, den Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2017 und kammereigene Satzungen.

Statistische Zahlen zur sächsischen Anwaltschaft:

Mitglieder gesamt: 4.759
davon Rechtsanwältinnen: 1.738
Rechtsanwälte: 2.980
ausländische Rechtsanwälte: 9
Rechtsanwaltsgesellschaften mbH: 32

Aufteilung nach Gerichtsbezirken:
LG Chemnitz:  692
LG Dresden:  1.613
LG Görlitz:  293
LG Leipzig:  1.760
LG Zwickau:  371

Pressekontakt: Jacqueline Lange (Geschäftsführerin)

Telefon 0351-318590, E-Mail jacqueline.lange@rak-sachsen.de

Über die RAK: Die Rechtsanwaltskammer Sachsen (RAK) ist die Selbstverwaltungsorganisation der Rechtsanwälte in Sachsen. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vertritt sie die Interessen ihrer knapp 4.800 Mitglieder. Die Kammer ist unter anderem für die Berufsaufsicht zuständig, vermittelt bei Streitigkeiten mit Anwälten, beteiligt sich an der Ausbildung von Rechtsreferendaren, übernimmt die Prüfung von Rechtsanwaltsfachangestellten und vergibt Fachanwaltsbezeichnungen. Präsident der RAK ist Rechtsanwalt Dr. Detlef Haselbach (Dresden).