Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ tritt ab 1. August 2020 in Kraft

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ soll verhindern, dass bedingt durch die Corona-Krise Ausbildungsplätze wegfallen oder nicht fortgeführt werden. Es besteht ein erhebliches Bundesinteresse daran, Ausbildungsplätze auch in der Krise zu schützen und das bisherige Ausbildungsniveau der Ausbildungsbetriebe und ausbildenden Einrichtungen aufrecht zu erhalten, begonnene Berufsausbildungen fortzuführen und neue Ausbildungskapazitäten zu schaffen, um jungen Menschen eine sichere Zukunftsperspektive zu geben.

So sieht das Fördergrogramm eine Ausbildungsprämie in Höhe von 2.000 € pro Ausbildungsvertrag vor, wenn das Ausbildungsniveau im Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr nicht vermindert wird. Bei der Erhöhung des Ausbildungsniveaus beträgt die Prämie 3.000 €.  Weiter besteht die Möglichkeit der Übernahme von 75% der Brutto-Ausbildungsvergütung, wenn die Ausbildungstätigkeit trotz Kurzarbeit fortgesetzt wird.

Ausführliche Hinweise zum Inhalt des Programms und den Voraussetzungen zur Gewährung der Ausbildungsprämie finden Sie in der Förderichtlinie und in einer Übersicht der Bundesagentur für Arbeit.  Anträge sind an den Arbeitgeberservice der regional zuständigen Agentur für Arbeit zu richten. Eine Hotline zur Antragstellung ist unter 0800 4 5555 20 eingerichtet.

Für die Gewährung der Ausbildungsprämie muss der Berufsausbildungsbeginn nach dem jeweiligen Ausbildungsvertrag zwischen dem 1. August 2020 und dem 15. Februar 2021 liegen (Punkt 2.1.2.2). Dies berührt jedoch nicht den Zeitpunkt des Abschlusses des Ausbildungsvertrages, der auch vor dem 1. August 2020 erfolgt sein kann.
Ferner wird in der Förderrichtlinie klargestellt, dass kein Anspruch auf die Gewährung der Zuwendungen besteht, sondern der Zuwendungsgeber über die Anträge nach der Reihenfolge der Antragseingänge bis zur Erschöpfung der Mittel entscheiden wird (Punkt 1.6).

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